Etappe 1: Ankunft im pulsierenden Palermo
Von Mering über das Meer nach Mazara del Vallo
Unsere große Sizilien-Reise 2026 hat begonnen! Wir sind in Mering gestartet und haben die ersten Kilometer hinter uns gelassen, mit dem Ziel, die Fähre in Livorno zu erreichen. Das Reisen mit dem Wohnmobil hat seinen ganz eigenen Reiz, besonders wenn das Ziel eine so faszinierende Insel ist.
Nach der entspannten Überfahrt auf dem Meer – dem ersten echten Urlaubsgefühl – erreichten wir Palermo. Doch wir haben uns direkt weiter auf den Weg gemacht, um die Küste zu erkunden. Unser erster großer Stopp auf Sizilien ist Mazara del Vallo. Die Mischung aus italienischem Charme und dem nordafrikanischen Einfluss dieser Stadt ist einfach beeindruckend.
Begleitet uns in diesem Video auf unserer Anreise und unseren ersten Eindrücken von der sizilianischen Küste!



Etappe 2 – Sizilien: Küste, Barockstädte und Karfreitag in Ispica
Der Tag startet am Kite Beach an der Südküste Siziliens. Ruhiger Wind, flacher Strand, ein Platz zum Durchatmen, bevor es weitergeht Richtung Sampieri. Der kleine Ort wirkt unscheinbar, aber die Küste dort hat ihren eigenen Rhythmus – weit, offen, wenig los.
Von dort geht es ins Landesinnere nach Modica zur Ostersonntagsprozession. Barock, enge Gassen, Treppen ohne Ende.
Scicli liegt gleich um die Ecke – kleiner, ruhiger, aber mit denselben warmen Farben und dem typischen sizilianischen Mix aus alt, schief und lebendig.
Nächster Punkt: Piazza Armerina. Die Stadt selbst ist solide, aber die Mosaiken der Villa Romana del Casale sind der Grund für den Stopp. Viel Geschichte, viel Detail, aber gut machbar ohne stundenlange Führung.
Zum Abschluss geht es nach Ispica – und das ausgerechnet am Karfreitag. Die Prozessionen dort sind ernst und eindrucksvoll. Keine Show, kein Touristenprogramm, sondern echtes sizilianisches Leben. Ein guter Moment, um einfach zuzuschauen und nicht zu stören.
Eine Etappe ohne Hektik, mit Küste, Städten und einem Stück Tradition – genau die Mischung, die Sizilien ausmacht.


Etappe 3 – Noto, Ragusa und Syrakus
Von der Südküste geht es weiter nach Noto. Die Stadt ist barock, hell und ordentlich herausgeputzt, aber ohne großes Drumherum. Ein paar Straßen rauf und runter, ein Blick auf die Kathedrale, ein Kaffee – mehr braucht es hier nicht. Noto wirkt ruhig, fast schon gelassen, und genau das macht den Stopp angenehm.
Weiter Richtung Ragusa. Die Stadt liegt gestaffelt am Hang, oben modern, unten alt. Ragusa Ibla ist der Teil, der zählt: enge Gassen, alte Mauern, viel Stein, wenig Lärm. Kein Pflichtprogramm, einfach durchlaufen, schauen, stehen bleiben, weitergehen.
Zum Abschluss der Etappe geht es nach Syrakus. Die Altstadt auf der Insel Ortigia ist kompakt, lebendig und gut zu Fuß machbar. Ein Mix aus Meer, Gassen, kleinen Plätzen und genug Lokalen, um nicht lange suchen zu müssen. Kein Stress, kein Gedränge, einfach ein Ort, an dem man ein paar Stunden hängen bleiben kann.
Eine Etappe mit drei Städten, die alle anders wirken – Noto hell, Ragusa verschachtelt, Syrakus lebendig. Gut zu fahren, gut zu laufen, ohne große Umwege.


Etappe 4 – Cefalù und Palermo (Kapuzinerkloster)
Von der Nordküste geht es weiter nach Cefalù. Der Ort ist touristisch, aber die Mischung aus Strand, Altstadt und dem Fels im Hintergrund funktioniert. Ein kurzer Rundgang durch die Gassen, ein Blick auf den Dom, vielleicht ein Kaffee am Hafen – mehr braucht es hier nicht. Cefalù ist kompakt und schnell erledigt, aber angenehm.
Danach weiter nach Palermo. Laut, chaotisch, voll – aber genau das macht die Stadt aus. Man fährt nicht wegen der Ordnung hin, sondern wegen der Atmosphäre. Ein paar Stunden durch die Märkte und Straßen reichen, um ein Gefühl zu bekommen.
Ein Pflichtstopp ist das Kapuzinerkloster mit den Katakomben. Nichts für jeden, aber eindrucksvoll. Keine Show, keine Effekte – einfach ein direkter Blick in eine Tradition, die man so nur hier findet. Kurz, intensiv, und danach ist man froh, wieder draußen zu sein.
Eine Etappe mit Küste, Stadt und einem Stück sizilianischer Realität – ohne Filter, ohne Schönfärben.


Etappe 5 – Taormina, Ätna und Catania
Die Etappe startet in Taormina. Viel los, viel Tourismus, aber der Blick auf die Küste und der Gang durch die Altstadt lohnen sich trotzdem. Einmal durch die Hauptgasse, ein kurzer Abstecher zum Teatro Greco, und weiter – mehr braucht es hier nicht.
Von dort geht es hoch zum Ätna. Die Straße zieht sich, aber die Landschaft macht’s wett. Schwarz, karg, weit – ein komplett anderer Eindruck als unten an der Küste. Kein großes Programm, einfach oben ankommen, schauen, laufen, wieder runterfahren.
Danach weiter nach Catania. Ich hatte die Stadt vorher nicht besonders positiv im Kopf, aber sie überrascht. Lebendig, offen, nicht so chaotisch wie erwartet. Schwarzer Lavastein, breite Plätze, ein Mix aus alt und modern. Kein „schön“ im klassischen Sinn, aber deutlich besser, als ich es mir vorgestellt hatte.
Eine Etappe mit viel Kontrast: touristisches Taormina, der raue Ätna und eine Stadt, die mehr kann, als man denkt.




Etappe 6 – Tropea und die Liparischen Inseln
Der Startpunkt ist Tropea. Der Ort ist bekannt, voll und kein Geheimtipp mehr, aber die Lage auf dem Felsen und der Blick aufs Meer funktionieren trotzdem. Ein kurzer Rundgang durch die Altstadt, runter zum Strand, ein paar Fotos – mehr braucht es hier nicht. Tropea ist schön, aber auch schnell erledigt.
Von dort geht es weiter zu den Liparischen Inseln. Jede Insel hat ihren eigenen Charakter, und genau das macht die Tour interessant.
Salina ist ruhig, grün und unaufgeregt. Kein Trubel, keine Show – einfach eine Insel, die funktioniert, wenn man es entspannt mag.
Panarea ist das Gegenteil: klein, schick, teuer. Viel Weiß, viel Blau, viel „gesehen werden“. Für einen kurzen Stopp okay, länger muss man nicht bleiben.
Der Höhepunkt ist Stromboli. Der Vulkan ist präsent, egal wo man steht. Die Insel ist schlicht, schwarz, kantig – und genau das macht sie besonders. Wenn der Berg aktiv ist, sieht man abends die roten Auswürfe. Kein Spektakel, sondern einfach Natur, die macht, was sie will.
Eine Etappe mit Küste, Inseln und einem aktiven Vulkan – abwechslungsreich, aber ohne großen Aufwand machbar.



